Repertoire 

Szenische Produktionen

In eine Figur mit Kostüm, Maske und Bühnenbild einzutauchen und diese von innen heraus zum Leben zu erwecken, ist für mich immer wieder ein besonderes Vergnügen. Es erfüllt mich, Teil des Gesamtkunstwerks Oper oder Operette zu sein – in enger Verbindung mit Regie, Musik und Szene.

Meine stimmliche Flexibilität und Wandlungsfähigkeit ermöglichen es mir, ein breites Repertoire zu gestalten – von barocken Partien bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Dabei liegen mir sowohl ernste, dramatische Rollen als auch heitere Figuren besonders am Herzen.

Liedkunst

Fasziniert von der engen Verwebung von Musik und Lyrik, neugierig auf ein breites stilistisches Spektrum und künstlerisch befreit durch die eigene Programmkonzeption, widme ich mich mit grosser Leidenschaft dem Kunstlied.

Gemeinsam mit dem Pianisten Benjamin Mead gestalten wir Liederabende, die Bekanntes mit Unbekanntem, Tradition mit Überraschung verbinden – stets auf der Suche nach musikalischer Tiefe und emotionaler Authentizität.

Dabei verstehen wir das Kunstlied als lebendige Ausdrucksform, die durch Unmittelbarkeit, Bühnenpräsenz und unseren gemeinsamen Sinn für Klang und Erzählung immer wieder neu erfahrbar wird.

Oratorium

In unserer zunehmend säkularisierten Zeit stellt sich verstärkt die Frage, ob und in welchem Rahmen geistliche Werke heute noch ihren Platz finden. Bei jeder Oratorienaufführung erlebe ich jedoch aufs Neue, wie tief eine übergeordnete Religiosität oder Spiritualität die Menschen berühren kann.

Die Sehnsucht nach Antworten auf existenzielle Fragen, nach Liebe und Zugehörigkeit, nach (Zwischen-)Menschlichkeit, nach dem Sinn des Irdischen und der Ahnung des  Himmlischen – all das schlummert in der einen oder anderen Form in jeder Seele. Und manchmal genügt ein Klang, um sie zu wecken.

Gerade im geistlichen Repertoire fasziniert mich die Spannweite: vom barocken Glanz der grossen Werke Bachs bis zu Uraufführungen wie Eli, Eli von Valentin Villard oder modernen Kompositionen Karl Jenkins’, die oft auch ein breiteres Publikum ansprechen. Das Zusammenspiel von Solostimme, der Klangfülle eines Chores und der Vielschichtigkeit des Orchesters berührt Sänger:innen wie Zuhörende gleichermassen – und lässt mitunter ein kleines Stück Ewigkeit aufscheinen, ein wenig Trost, ein Hauch Seelenbalsam.

Es ist ein Geschenk, mit grossartigen Klangkörpern wie dem Kammerorchester Zürich Mozarts c-Moll Messe oder Haydns Jahreszeiten musizieren zu dürfen – ebenso wie mit dem Barockorchester Basel, dem ensemble recherche Freiburg oder professionellen, hoch engagierten ad hoc-Ensembles zusammenzuarbeiten.